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Dienstag, 31. Dezember 2013

Public Enemies (Michael Mann. 2009)

"Die the way you lived, all of a sudden ..."

Regie - Michael Mann
Drehbuch - Michael Mann, Ronan Bennett & Ann Biderman
Kamera - Dante Spinotti
Erscheinungsjahr - 2009
Laufzeit - 140 Minuten


Anders als bei Miami Vice, bei welchem ich den Großteil Abneigung mehr einer gewissen Ignoranz zuschreiben will, kann ich bei Public Enemies sehr gut verstehen warum der Film so wenig Anerkennung bekommen hat. Er ist wirklich der falsche Film für eine Generation von Filmfans die immer nach etwas neuem schreien, sich dann aber doch nur in alten (Film)Tugenden wohlfühlen. Denn mit Public Enemies geht Michael Mann noch weiter als mit Miami Vice. Viel weiter. Der radikale Höhepunkt einer seit vielen Filmen andauernden Suche nach neuen Wegen für den amerikanischen Regisseur. Hier ist alles nur noch Skizziert, vom Inhalt bis zu den Charakteren bekommen wir nur grobe Umrahmungen. Charaktere driften ins Bild und wieder hinaus ohne das der Film deutlich ausformuliert. Mann brauch das aber nicht, da sein rigoroses Ausbauen der digitalen Filmtechnik ihm neue filmsprachliche Mittel verleiht um seinen Figuren eine neue Oberfläche zu geben. Er geht vorbei an Geschichte und Erinnerung um an etwas ungenauerem anzukommen, etwas transparentem. Wenn der Film beginnt und wir die großen Mauern eines Gefängnisses sehen, dann ist da mehr zu sehen als das plastische Objekt. Das digitale Bild ermöglicht ihm hier eine Freiheit, die nichts mit dem Wunsch zu tun hat jeden Grashalm in hoher Auflösung zu betrachten, es ermöglicht ihm vielmehr hier jedem Bild eine neue Ebene an Texturen und Expressionen zu verleihen, über welche er dann mit der Kamera streift um bestimmte Emotionen herauszufiltern kann aus dieser endlosen Klarheit und Schärfe. Die Struktur muss sich hier also stetig neu erfinden um mit diesen neu entwickelten Sensibilitäten mitzuhalten. Es ist das wahrscheinlich aufregendste was dem Kino im letzten Jahrzehnt passieren konnte und ein forderndes Erlebnis für Augen und Ohren.

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Experiment in Terror (Jacques Tourneur, 1944)

"You're crazy."

OT - Experiment Perilous
Regie - Jacques Tourneur
Drehbuch - Warren Duff
Kamera - Tony Gaudio
Erscheinungsjahr - 1944
Laufzeit - 91 Minuten


Wo es in "Katzenmensch" oder "Ich folgte einem Zombie" noch Raum für Doppeldeutigkeiten gab im Bezug auf die psychologische Ebene der Figuren, ob sie denn nun verrückt sind oder ob doch etwas mystisches hinter dem Wahnsinn stecken könnte, so ist sich im Vergleich dazu "Experiment in Terror" vollkommen sicher was los ist. Hier geht es ganz klar um den Wahnsinn betrachtet auf rationaler Sicht. Der deutsche Titel deutet es da auch schon an, es ist der Terror eines Menschen aufgedrängt auf den Geist eines anderen um mit kontinuierlicher Irreführung diesen an sich selbst zu binden. Ihn zu kontrollieren. Doch soll diese Deutlichkeit nicht davon ablenken das Tourneu es trotzdem geschickt schafft dem ganzen Film über eine andere Art der Ambiguität aufzubauen. Durch seine subtile Raumgestaltung und verschachtelten Motivationen ist man sich als Zuschauer nie ganz bewusst wer denn nun der verrückte der drei Hauptdarsteller ist. Laut dem Mann ist es natürlich seine Frau, und selbst unser Protagonist der Psychologe gesteht sich ein das ihre Augen etwas verstörendes an sich haben. Doch die Frau vertraut sich dem Psychologe an und besteht darauf das es ihr Mann ist. Und der Psychologe, er bleibt die Konstante im Spiel des Wahnsinns bis uns der Film in einer simplen Szene zeigt das auch er nicht ohne Laster sein könnte: Nach vermutlicher Verfolgung von einem Unbekannten rettet sich der Psychologe in das Apartment/Atelier eines Freundes, eines Künstler. Skulpteur um genau zu sein. Und als der Psychologe dem Künstler seine Vermutungen bezgl. dieses ganzen Wahnsinns erläutert, schwirrt er im Atelier des Künstlers umher. Die Kamera fängt ihn in dieser Szene so ein das ein unvollendeter Kopf aus Lehm, dessen rechte Gesichtshälfte zerrieben ist, stumm aber allseits präsent im vorderen Bildrand verweilt. Also könnte nicht auch unsere Sympathiefigur ein zweites Gesicht haben? Tourneur lässt uns raten und gibt in einem wahrlich explosiven Finale die Antwort auf ein manchmal etwas verworrenes, aber stets faszinierendes Geheimnis dessen Inszenierung erneut seine präzise sowie bedachte Filmgestaltung offen legt. Hier muss man wahrlich sehen um zu verstehen.

Samstag, 14. Dezember 2013

Gravity (2013, Alfonso Cuarón)

"Either way, it's going to be one hell of a ride."

Regie - Alfonso Cuarón
Drehbuch - Alfonso Cuarón & Jonás Cuarón
Kamera - Emmanuel Lubezki
Erscheinungsjahr - 2013
Laufzeit - 91 Minuten


Im Kern ist Gravity eigentlich ein recht simpler Film. Es geht um eine Frau die innerlich verloren ist aufgrund eines tragischen Vorfalls und auf der Erde nur noch ziellos umherfährt, da sie mit ihrem Schmerz (dem des Lebens und seiner unweigerlichen Verluste) nicht umgehen kann. Diese innerliche Ziellosigkeit wird nun von Cuaron gewaltvoll nach außen gezerrt, als Projektionsfläche seiner Überwältigungs-inszenierung sowie einiger metaphorischen Plattitüden. Denn auch hier, weit weg von den irdischen Problemen, verliert sich die Frau aufgrund eines katastrophalen Unfalls in ein zielloses Bewegungsschema. Sie wird so hilflos wie ihr Kind, getrieben von Kräften welcher sie sich nicht mächtig machen kann. Doch nicht nur ihr ergeht es so. Auch die Kamera hat kein Ziel, sie dreht sich um das Geschehen, taucht in es hinein, sieht durch die Augen eines anderen Menschen ohne wirklich zu wissen warum. Der Affekt bleibt hierbei groß, die Emotionen aber flach. Die Form bildet hierbei keine eigene Intelligenz und verrät die eigenen Intentionen viel zu häufig. Erst wird das Ganze zelebriert, der (unendliche) Raum wird strukturiert in einzelnen Einstellungen, doch später kehrt alles wieder zu zahmen Methoden der Filmtechnik zurück ohne wirkliche Bedeutung zu erlangen. Im Endeffekt geht es aber auch kaum um die tiefere Penetration von irgend einem Thema, Bilder wie die nun oft genannte Fötus Symbolik oder Szenen in welchen der ziellose Mensch von einer Vielzahl von Strängen vor dem sicheren Tod bewahrt wird (wie eine Marionette also aufgehalten von etwas Höherem), solche visuellen Signale bleiben eben genau dies - Signale. Einfache Elemente zur einfachen Geschichtsgestaltung die ihren Wert mehr im temporären Affekt sehen. Eine fesselnde Überlebensgeschichte ohne Zweifeln aber eben auch nur dies. Das muss aber natürlich nicht immer schlimm sein.

Freitag, 6. Dezember 2013

Der Lange Weg nach Cardiff (John Ford, 1940)

"Best thing to do with memories is... forget em."

OT - The Long Voyage Home
Regie - John Ford
Drehbuch - Dudley Nichols
Kamera - Gregg Toland
Erscheinungsjahr - 1940
Laufzeit - 105 Minuten


Weniger Film als Momentaufnahme im Leben bestimmter Personen. Ford erzählt hier keine Geschichte sondern viele Geschichten. Temporäre Ereignisse im Leben von einer Gruppe Seefahrern. Das Leben auf dem ewig treibenden Meer ist für diese trieblosen sowie verlorenen Männer die einzige Flucht vor der Welt als solches. Allein mit den eigenen Fehlbarkeiten und Schwächen, gehen Fords Männer in ihrer Darstellung an den Kern der männlichen Einsamkeit. Heraufbeschwört durch eigene Taten und dem Unvermögen sich den Komplikationen des Lebens zu stellen. Umringt von ihresgleichen, ist es nur das Meer welches ihnen zuhören kann, doch ist dies ohne Anteilnahme für die emotionalen Narben dieser Menschen. Deshalb driften sie umher, betrunken, verlassen oder auf Streit aus, wie das Schiff. John Ford adaptiert die Geschichte verschiedener Theaterstücke von Eugene O'Neill, doch benutzt fast kaum eine Dialogzeile aus seinem Originalmaterial. Der Film ist generell sehr leise angelegt und wirkt wie eine Art Hybrid aus starkem Expressionismus in seiner Form und ebenso starkem Neorealismus in Sachen Struktur, Plot und Narration. Ford findet mit seinem Auge die wirre Mitte und findet in ihr eine Wahrheit welche sowohl durch die naturalistischen Charaktere spricht, sowie durch die tiefe und kontrastreiche Licht-/Schattenwelt in welche die Bilder sie umhüllt. Es ist erst nach so einem Film, in welchem das eine Bild an Bergman erinnert und die andere Szene dann an Tarr, bei welchem man merkt wie wenig so viele angeblich große Regisseure eigentlich für Film als künstlerischen Gegenstand bewerkstelligt haben. Ein großer Film.

Sonntag, 1. September 2013

Auf eigene Faust (Budd Boetticher, 1959)

"There are some things a man just can't ride around."

OT - Ride Lonesome
Regie - Budd Boetticher
Drehbuch - Burt Kennedy
Kamera - Charles Lawton Jr
Erscheinungsjahr - 1959
Laufzeit - 73 Minuten


Den Film umgibt eine recht weltmüde Aura des Todes, welche so in den eher romantisierenden Geschichten über den Westen damals selten zu finden war. Hier will jeder irgendjemanden umbringen und jeder weiß zugleich, das es da draußen jemanden gibt der einen selbst umbringen will. Die Frau im Bunde sagt da zurecht zu unserem Held: "God, like two dogs fighting over a bone!" Doch entsteht genau dadurch eine Art moralisches Gleichgewicht im Film, die Figuren wirken selten wie ein rein narratives Konstrukt die allein zur Progression gewisser inhaltlichen Züge gebraucht werden. Hier ist jeder sein eigener Herr (oder eben Frau) über das eigene Schicksal, im Wissen das der Tod auch für sie kommen wird. Nicht durch Gott, die Natur oder Zufall, sondern in Form eines anderen Menschen. Diese Attitüde wird speziell durch Boettichers sehr ausgeglichenen Kompositionen geformt, sodass das "Böse" nie nur im anderen gefunden wird, sondern immer auf einer Stufe in einem selbst brennt. Wenn ein Outlaw z.B. unserem Helden erzählt was er mit dem Gefangenen machen will den unser Held nach Santa Cruz bringen will (wo der Galgen auf ihn wartet) und ihm somit suggeriert das er ihn wohl umbringen wird bevor er sein Ziel erreicht, dann stehen beide umhüllt in fast vollkommener Dunkelheit beisammen und reden wie gleichgestellt. Hier sind alle gleich, egal ob Held oder Krimineller. Alles nur Menschen. Das Boetticher in all diesem menschlichen am Ende noch ein Tor zum transzendenten aufmacht, die Umgebung in eine Repräsentation der brodelnden Rache umbaut, welche selbst im Feuer aufgeht, dann steigt der Film in Höhen auf welche im Western so selten erreicht worden sind.  

Samstag, 17. August 2013

Miami Vice (Michael Mann, 2006)

"Probability is like gravity: you cannot negotiate with gravity."

Regie & Drehbuch - Michael Mann
Kamera - Dion Beebe
Erscheinungsjahr - 2006
Laufzeit - 13 Minuten



Anders als zuvor in Collateral, als Michael Mann noch einige Szenen auf Film gedreht hat um die Einschränkungen des digitalen Kinos zu überbrücken, gibt er sich in Miami Vice fast vollkommen dieser neuen Aufnahmetechnik hin. Er akzeptiert die Limitationen des Digitalen und verwendet sie hier das erste mal wirklich als Vorteil, um sich den ästhetischen Eigenheit nicht als Problem zu nähern sondern als einen lediglich neuen Weg etwas zu zeigen. So ist es verständlich wenn das körnige Bild in den Nachtaufnehmen z.B. zuerst noch für einige ablenkend wirken mag sollte man sich jedoch im klaren sein das es sich hier um etwas neues handelt. Wenn die zwei Hauptcharaktere am Beginn des Filmes z.B. aus dem See an Menschenmassen in einer Disko, voll von über-stimulierenden Farben und Geräusche, nach draußen auf ein Dach gehen und sich hinter ihnen ein See an Lichtern und Gebäuden ausbreitet, dann legt Mann die Konzentration hier auf die Fähigkeiten des digitalen Bildes und dessen enorme Weitsicht. So entstehen wort-wörtlich unendliche Kompositionen welche in ihrer starken Einteilung und horizontalen Gliederung, in denen der rote Himmel den Großteil des Bildes einnimmt und die Lichter der Großstadt zu einer feinen Linie in der unteren Hälfte werden, dann am besten mit deutscher Früh-Romantik zu vergleichen sind (David Friedrichs "Mönch am Meer" kommt in den Sinn). Hier passt sich also nicht nur die eine Bewegung auf die andere ab, sondern auch Linien und Formen sowie Farben und Gesten. Ein Abgleich geometrische Symbole und formalen Einheiten die nicht nur im autonomen Bild an sich eine Präsenz finden, sondern auch mit Verbindung andere darauffolgender eine Bedeutung ergeben. Ein ständiger Fluss an Bildern der eben nicht nur mit sich im einzelnen (und uns) kommuniziert, doch auch untereinander die klare Linie der suggerierten oder dargestellten Empfindungen und Wahrnehmungen unterstreicht. Das mag jetzt alles recht theoretisch klingen, doch schaffte es Mann ja gerade durch diese neuen Möglichkeiten eine Erweiterung seiner sowieso schon weit ausgebreiteten Emotionen. Die Sehnsucht von Professionellen nach etwas außerhalb ihrer kalten Tätigkeiten, der Blick in diese immer weiter ausbreitende Weite. Doch bietet diese keine Antwort, am Ende ist alles wieder wie am Anfang und der Versuch der Flucht in einen Traum nach Liebe und Frieden ist nur ein Traum geblieben. Ein schöner, aber hoffnungsloser. Ach du süße Melancholie, lass mich noch verweilen. Sie sieht ihn. Er sieht sie. Sie fährt weg, ihn im Blick. Doch er ist schon fort, zurück in seiner Welt.
One of these mornings / Won't be very long / You will look for me / I'll be gone.
I'll be gone...

Dienstag, 13. August 2013

Die Piratenkönigin (Jacques Tourneur, 1951)

"You lied to me."

OT - Anne of the Indies
Regie - Jacques Tourneur
Drehbuch - Philip Dunne, Arthur Caesar, Herbert Ravenel Sass
Kamera - Harry Jackson
Erscheinungsjahr - 1951
Laufzeit - 81 Minuten


Die Geschichte eines hübschen jungen Franzosen, der sich in Geheimer Mission auf das Piratenschiff eines der teuflischsten Kapitäne der Meere begibt, um von der britischen Marine sein schönes Schiff wieder zu bekommen. Und seine Ehefrau. Langweilig. So hat es sich wahrscheinlich auch Tourneur gedacht und dreht unseren Blickwinkel dieser Geschichte einfach mal auf den Kopf, in dem unser Hauptcharakter eben nicht der hübsche junge Franzose ist sondern der teuflische Kapitän. Wäre das nicht schon gewagt genug, wird aus dem Kapitän die Kapitänin. Auf die zahlreichen sexuellen Implikationen will ich hier gar nicht eingehen, da diese an fast jeder Ecke lauern. Schön aber zu sehen wie sich ein Film vornimmt, vor allen wenn man mal das Erscheinungsjahr betrachtet, einen Film über den "weiblichen Blick" zu machen. Anne ist zwar kleiner als fast all ihre männlichen Gegenspieler und an Wahnsinn, Gewalt oder Fehlendscheidungen fehlt es ihr auch nicht, doch ist es sie die in lodernden Flammen verglühen darf. Sie ist es die (bitte entschuldigt) die Hosen an hat. Sie ist es die im Angesicht des Verderben ihren (erneut, Entschuldigung) Mann steht und dem Feind ins Gesicht sieht. Eine freie Frau, wenn auch nicht ohne Fehlern. Doch das sie diese haben darf, macht sie in ihrer Unglück doch so menschlich.

Donnerstag, 8. August 2013

Der Rebell (Jacques Tourneur, 1950)

"Now, Marchese, we're in the dark where a sword is just a long knife."

OT - The Flame and the Arrow
Regie - Jacques Tourneur
Drehbuch - Waldo Salt
Kamera - Ernest Haller
Erscheinungsjahr - 1950
Laufzeit - 85 Minuten


Es grenzt fast schon an Größenwahn wie die spektakulärste Szene in Tourneurs zweitem famosen Technicolor Film, komplett in der Dunkelheit inszeniert wird. Tourneur gleicht auch für "Der Rebell" seinen Stil der neuen Praktik nicht an, sondern macht sie sich komplett zu eigen und schöpft die neuen Möglichkeiten so weit aus um seine Vision zu komplementieren, anstatt sie von ihnen zu vereinnahmen lassen. Tourneur Form steht dabei in ständiger Kommunikation mit den inhaltlichen Zügen seiner eher spaßigen Abenteuer Geschichte. Die Inszenierung der Innenaufnahmen z.B. , in den weiten Hallen des Schlosses, sieht dann schon fast so aus als würde er Still Leben photographieren. Passend für das tote Dasein des dekadenten Herzogs. Ein augenscheinlich kleiner Film in Tourneurs Schaffen, wohl auch aufgrund seiner leichten Gangart und der romantischen und gymnastischen Ausartungen von Filmheld Burt Lancaster, doch sind es genau diese Komponenten die dem Film seine eigentliche Größe verleihen. Kurz genug um den falschen Heroismus unseres Helden als solchen zu erkennen ("I don't know which gives me more pleasure: kissing you or hitting you. 'Don't move till I come back' A girl could starve waiting for you!" Sagt ein Fräulein am Anfang des Filmes) und gerade lang genug um sich nicht in ihnen zu verlieren wenn sie eingesetzt werde

Dienstag, 6. August 2013

Berlin Express (Jacques Tourneur, 1948)

"That's right - the dove of peace was a pigeon. A dead pigeon."


Regie - Jacques Tourneur
Drehbuch - Curt Siodmak, Harold Medford
Kamera - Lucien Ballard
Erscheinungsjahr - 1948
Laufzeit - 87 Minuten


Was ist ein Auteur? Tourneur sicherlich nicht. Als man ihm das Drehbuch für "Berlin Express" gab, äußerte er keinen Widerspruch. Als das Studio ihm die weibliche Hauptrolle vorschrieb, welche gleichermaßen ihren Mann den Kameramann mit ins Boot holte, war ihm das auch herzlich egal. Es gab keine Konflikte, kein Drama. Tourneur ging einschneidende Kompromisse ein, sein Status als Auteur also nichtig. Wieso ist es aber das jeder seiner Filme eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit ähnlichen Themen ist (z.B. Unwissen, Unfähigkeit, Niederlagen und die Angst vor diesen), eine Vision die sich entweder psychologisch, philosophisch oder poetisch gewichtet in seinen Filmen verteilt. Filme von verschiedenen Studios, mit verschiedenen Drehbüchern, mit verschiedenen Schauspielern und verschiedenen Kameramännern. Ich glaube es ist klar worauf ich hinaus will. Tourneurs kraft liegt in seiner Form und was er durch sie kommuniziert. Berlin Express ist ein Film der Bewegung. Das folgen von Bewegung in Bewegung, meist linear, perfekt durchgeführt in den Szenen im Zug in welchen Tourneur die Kamera tief in die engen Gänge drängt. Und dann natürlich Bewegung im Stillstand wenn man sich durch die zerbombte Umgebung Deutschland wühlt. Und obwohl man nun aus der Enge des Zuges befreit worden ist, gibt der Film einem nun im Freien mehr als zuvor ein Gefühl der Hilflosigkeit. Hilflosigkeit gegenüber den eigenen Ressentiments und Unterschieden. Ein Film über einen Amerikaner, Franzosen, Briten und Soviet die sich gemeinsam auf die Suche nach einem Deutschen machen. Nicht aber etwa um ihn zu töten, sondern um ihm zu helfen. Eine noble Absicht, vor allem in der Nachkriegszeit, doch Tourneur zeigt auf das es auch da Grenzen gibt. In dem Versuch der Vereinigung und dem gegenseitigen Verständnis kann durchaus eine Freundschaft entstehen, doch fehlt dem gegenüber zwangsläufig und per Definition oft der Kontext. Wie die Hilflosigkeit des Amerikaners, der in dem Schlüsselmoment des Filmes in einem großen Bierbraukessel gefangen ist und nur zusehen kann. Am beeindruckendsten und sensibelsten ist diese Hilflosigkeit aber beim Ende dargestellt: Unser Amerikaner, unser Brite, unsere Deutschen und Soviets trennen sich in Freundschaft, die Musik schwillt an, die Kamera setzt sich zurück und sieht unsere letzten Gefährten in ein Auto steigen. Doch bevor der Film uns mit seinem "The End" verlässt sieht man, vollkommen ohne Ironie oder Zynismus, einen Einbeinigen Mann durchs Bild humpeln. Durch die Ruinen Berlins. So viel Schuld, Zerstörung und Leid kann man von der anderen Seite nicht nachempfinden, schon gar nicht verstehen. Freundschaft aber, die kann nützlich sein.

Sonntag, 4. August 2013

Feuer am Horizont (Jacques Tourneur, 1946)

“A man can choose his own gods, Cornelius. What are your gods?”

OT - Canyon Passage
Regie - Jacques Tourneur
Drehbuch - Ernest Pascal, Ernest Haycox
Kamera - Edward Cronjager
Erscheinungsjahr - 1946
Laufzeit - 92 Minuten


Für seinen ersten Farbfilm, dreht Tourneur dem Genre das ihm die ersten Erfolge gesichert hat den Rücken zu und macht seinen nicht minder beeindruckenden Einstand im Western. Dies soll aber nicht heißen das der Mann keinen Respekt vor dem Horrorfilm hatte. In späteren Jahren drehte er nur noch einen wirklichen Horrorfilm (Night of the Demon) in welchem er sich dazu entschied, trotz all der Erfahrung im Farbfilm, wieder zu der expressiven Stärke des Schwarz-weißfilm zurück zu kehren. Aber das nur am Rande. Sein Einstieg in den Western zeigt deutlich das Tourneur wirklich einer der ganz großen war. Einer dem es, bei all der Liebe zu den verschiedenen Genres, nicht um gängige Implikationen in diesen ging, sondern um eine persönliche Auslegung mit Ausdruck eigener Ideen. Sein Western ist kein Western, keine nostalgische Zivilisation der Ehre. Sondern eine des Geldes, der Gier und der Gewalt. Unser Cowboy kein Revolver-held, sondern fast schon ein Pazifist. Wenn er mal Kämpft dann nur weil ihn die Gesellschaft wortwörtlich dazu zwingt. Es sei gute Unterhaltung sagt der eine, der andere hat eine Wette am laufen. Eine friedliche Gemeinschaft die gemeinsam das Haus für zwei frisch verheiratete gebaut hat, nun ein Mob die unseren Helden zum Kampf anfeuern und danach fragen warum er seinen Gegenüber nicht getötet hat. Das eigenen Volk ist hier kaum besser als die bösen Indianer. Tourners filmisches Geschick seine Ideen simpel und mit perfektem Ausgleich unterschwellig oder direkt zu kommunizieren ist erstaunlich. Das rein räumliche kartieren von Umgebung und Verbindungen sowie seine ausdrucksstarken Farbbilder und tiefen/dynamischen Kompositionen mal ganz zu schweigen. Ein harmonischer Film in einer gierigen Welt.

Freitag, 2. August 2013

Donnerstag, 1. August 2013

Ich folgte einem Zombie (Jacques Tourneur, 1943)

"Everything seems beautiful because you don't understand. Those flying fish, they're not leaping for joy, they're jumping in terror. Bigger fish want to eat them. That luminous water, it takes its gleam from millions of tiny dead bodies. The glitter of putrescence. There is no beauty here, only death and decay."

OT - I Walked with a Zombie
Regie - Jacques Tourneur
Drehbuch - Inez Wallace, Curt Siodmak, Ardel Wray
Kamera - J. Roy Hunt
Erscheinungsjahr - 1943
Laufzeit - 69 Minuten



Tourneurs vielschichtiger und zugleich Atmosphären-reichster Film seiner Frühphase. Das Ungewisse ist wieder vorhanden, diesmal aber verankert in den Köpfen der Personen(-gruppen). Anders als "Katzenmenschen", welcher mit seiner suggestiven Haltung dann am Ende einen definitiven Strich gesetzt hat bzgl. der Wahrheit der Situation, macht es sich Tourneur hier nicht mehr so einfach. Der Zuschauer muss nun selber entscheiden und wird zwangsweise durch seine Antwort auch etwas über sich selbst erfahren. Die konsequente Dualität in der Stellungnahme und Durchführung dieser Frage nach dem einen oder anderen, dem Realen oder Übernatürlichen, ist mit die größte Stärke in dieser "Variation" über das Thema des Ungewissen. Der Film wird nie absolut in seinen Vermutungen und treibt somit ein Spiel der Argumente, sprichwörtlich sowie bildlich. Tourneurs Bilder vibrieren einmal wieder nur so voller Expression, Rauheit und (doppel) Kodierungen, sodass der Film eine enorme Nachwirkung mit sich zieht, da noch so viel Kontext und Bedeutung unter der Oberfläche lauert, welche bei der kleinsten Unaufmerksamkeit verloren gehen kann. Ein enorm sinnlicher Film bleibt er aber so oder so.

The Leopard Man (Jacques Tourneur, 1943)

"I've learned one thing about life. We're a good deal like that ball, dancing on the fountain. We know as little about the forces that move us, and move the world around us, as that empty ball does."

Regie - Jacques Tourneur
Drehbuch - Cornell Woolrich, Ardel Wray, Edward Dein
Kamera - Robert De Grasse
Erscheinungsjahr - 1943
Laufzeit - 66 Minuten


Wie auch "Katzenmenschen" davor oder "Ich folgte einem Zombie" danach ist "The Leopard Man" wieder ein Film über das Ungewisse. Wo ersterer aber mehr sexuell-psychologisch gewichtet war und der Film darauf mehr psychologisch-soziologisch, ist "The Leopard Man" mehr an der fast schon existenziellen, philosophischen Deutung interessiert. Das Ungewisse in jedem Menschen mit den Kräften die uns Bewegen, uns Antreiben oder uns in unser verderben stürzten. Ein unsichtbares Schaffen das man je nach spiritueller Auslegung mit Idolen sowie Objekten füllen kann oder eben jegliche kausale Verbindung zu etwas "höherem" verneint und sich dem Zufall oder dem Trieb hingibt. Tourneur geht den letzten Weg und reduziert daraufhin konsequenterweise den Film auf die nötigsten Mittel. Die Geschichte ist nicht existent und Charaktere kommen so schnell ins Bild wie sie wieder gehen, sie sind lediglich durch schieren Zufall miteinander verbunden. Und manchmal sogar überhaupt nicht. Dabei wird aus dem Film fast schon eine reine Übung in Atmosphäre und klare Darstellung der Mechanismen des Horrorfilms. Ein einziges laufen, (zurück-)sehen und schauen in und durch eine Dunkelheit dessen Angst dadurch entsteht das man nicht weiß was in ihr lauern mag. Simpel, effektiv und affektiv.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Katzenmenschen (Jacques Tourneur, 1942)

"I like the dark. It's friendly."

OT - Cat People
Regie - Jacques Tourneur
Drehbuch - DeWitt Bodeen
Kamera - Nicholas Musuraca
Erscheinungsjahr - 1942
Laufzeit - 69 Minuten


Der Mensch als der "andere" als ein Fremdkörper in der Norm, dessen Glaube an das Unvorstellbare mehr Angst macht als das Unvorstellbare an sich. Tourneurs Spiel mit dem Ungewissen ist ein intelligentes und suggestives Spiel mit den Wahrnehmungsmechanismen des Kinos. Mitsamt einer unterschwelligen sexuellen Politik der Repression durch Rationalität, von der sich von Trier mit seinem Antichrist Filmchen wohl das eine oder andere abgeschaut hat. Was Tourneur hier schon zeigt, neben seinen ausgeprägten Texturen und sein expressiver Einsatz von Licht/Schatten, ist die Besonnenheit in seiner Charakterentwicklung. Zwar dürfen sich die Emotionen seiner Personen durchaus auch mal, wie damals üblich, recht aufgebauscht entladen, doch dürfen sie auch einfach mal an einem Wasserspender stehen und über Eheprobleme reden. Dieser grundierte Bezug zu seinen Spielfiguren macht dessen Schicksal in den wichtigen Momenten dann nur noch effektiver als die überlegte Atmosphäre es sowieso schon darstellt.
Wir fürchten die Dunkelheit nicht etwa weil sie uns unsere primäre Wahrnehmungskraft raubt, sonder weil sie uns daran erinnert das wir letztendlich doch alleine sind. Verwundbar und von Kräften jenseits unserer Greifbarkeit beeinflusst. Wie im Kino...


Dienstag, 18. Juni 2013

Stoker (Park Chan-wook, 2013)

"We don’t need to be friends. We’re family."


Regie - Park Chan-wook
Drehbuch - Wentworth Miller
Kamera - Chung-hoon Chung    
Erscheinungsjahr - 2013
Laufzeit - 99 Minuten


Wahrscheinlich Park Chan Wooks komplettester Film. Anders als in seinen vorherigen Filmen findet er hier in Stoker für sein formaler Anspruch das erste mal wirklich einen inhaltlichen Gegenspieler welcher mit ihm auf einer Ebene interagieren kann. Das Kino des Park Chan Wooks war nämlich nie eines der Sensibilitäten oder gar der subtilen Ausdrucksformen. Bei ihm ist jedes Bild, jeder Szeneübergang, jede Farbe sowie jede visuelle Metaphorik einer stilistischen Überzeugung untergeordnet die für Ambiguität wenig am Hut hat. Bei ihm geht es mit der Tür immer sofort ins Haus und am besten ohne Umwege gleich in die Unterwäsche des Gastes. Ein ständiger formaler Frontalaufprall der sich aus seinen Intentionen keinen Hehl macht. Elegant, keine frage aber eben auch sehr vulgär. Dies brachte seine Film bis jetzt nach einer Weile für mich immer etwas zu Fall, da seine inhaltlichen Muster bis dato immer von starker Ernsthaftigkeit geprägt waren, welche für meine Empfindungen dann irgendwann nicht mehr gut mit seiner so bevorzugten Ausdrucksform koexistieren konnte. Form und Inhalt gingen in verschiedene Richtungen und wusste noch nicht einmal davon. Stoker dagegen bietet da nun aber das perfekte Spannungsfeld für seine Bilder, da der generelle Ton des Filmes nun auch von genau der selben Affektiertheit durchzogen wird. Hier passt es einfach wenn das Bild eines Eies, welches unter einem ausgestopften Huhn liegt, sich in das Auge unserer (noch nicht "geschlüpften") Protagonistin verwandelt. Genauso wie es passt wenn sie sich dann komplett beschmutzt (äußerlich und innerlich) in ihr klinisch weißes Bad begibt um sich zu säubern, nur um sich dann endlich ihrer sexuellen Fantasie hinzugeben da die gewalttätige soeben ja auch schon entjungfert worden sind. Ein Film mehr über das Entstehen als das Zerstören. Über das Vervollständigen (eines jungen Mädchens und eines Regisseurs). Ein doch sehr toller Film.

Sonntag, 12. Mai 2013

Kino ist ... #3

Energie und Spannung. Licht und Bewegung.
Tony Scott. Days of Thunder.




Donnerstag, 9. Mai 2013

Kino ist ... #2

Kino als Austausch von Blicken. In Kommunikation mit einer Realität erloren in der Vergangenheit. Ein Moment verloren zwischen Raum und Zeit. Ein Blick ins Nichts auf der einen Seite. Ein Blick ins endlose auf der anderen. Sie können keine lebenden Organismen über diese Brücke der verkürzten Zeit schicken, heißt es im Film, da alles nur tot auf der anderen Seite ankommen würde. Nur Bilder und Töne schaffen diese Reise, ihr Leben verlieren aber auch sie. Alles was wir auf der anderen Seite zu sehen bekommen ist eine Kopie, eine Repräsentation einer Gegenwart dessen Leben mit ihrer Aufnahme verschwand. Ein toter Moment dessen Beschaffenheit uns aber nicht daran hindert ihn zu Lieben/mit ihm zu fühlen. Kino.
Tony Scott. Deja Vu.






Dienstag, 7. Mai 2013

Kino ist ....

Kino so expressiv das allein der Appell einer Mutter, an den Kidnapper ihrer Tochter, die Untertitel zum zerbersten bringt.
Tony Scott. Man on Fire.






Montag, 6. Mai 2013

Universal Soldier: Day of Reckoning (John Hyams, 2012)

"Daddy, there's monsters in the house."

Regie - John Hyams
Drehbuch - Jon Greenhalgh, John Hyams, Doug Magnuson
Kamera - Yaron Levy
Erscheinungsjahr - 2012
Laufzeit - 114 Minuten


Es heißt der Mensch erfährt das erste mal die gleichgültige Beschaffenheit des Leben wenn er sich schreiend, tretend und mit Blut umhüllt aus der in erschaffenden Wärme heraus ans Licht kämpfen muss. Warum er diesen Leidensweg vor sich nimmt weiß er nicht, da wissen noch keine Fähigkeit ist die ihm inne wohnt. Dies ist die erste Erinnerung die für immer im untersten Unterbewusstsein unter Schichten von Farben, Formen, Gedanken, Gefühlen, Meinungen und anderen nicht versprachlichten Dingen verborgen bleibt. Die Ur-Erinnerung, alles da vor ist nur Unendlichkeit und Wärme, hat aber keinen Bezug zum Leben. Und so lebt man und wächst man und überdeckt diese Erinnerung mit zahllosen Schichten und kognitiven Prozessen um die Realität den eigenen Ansprüchen anzupassen. Denn ist es ja nicht das schreien und bluten und treten das uns letztendlich zu Menschen macht, sondern die Erinnerungen die wir uns von der Welt und den Leuten/Dingen in ihr behalten und an welchen wir festhalten, da die damit verbundenen Emotionen uns zu dem machen was wir sind und seien werden. Endlich wieder unendlich und warm. Der kleinste gemeinsamem Nenner der Realität wie sie ist und wie wir sie das erste mal erfahren haben bleibt uns allen aber trotzdem erhalten. Für immer. Für alle. Treten. Schreien. Bluten. Anfang/Ende.

Dienstag, 30. April 2013

To The Wonder - Take 3

“I write in water what I dare not say.”

Regie & Drehbuch - Terrence Malick
Kamera - Emmanuel Lubezki
Erscheinungsjahr - 2012
Laufzeit - 112 Minuten





Das Kino des Terrence Malick entgleist immer weiter. Das mag man je nach Empfindung nun positiv oder negativ sehen. Wer das aber nach sechs Filmen immer noch nicht fühlt, der sollte sich lieber Filmen widmen welche die eigenen Sensibilitäten besser befriedigen. Den hier geht es seit Badlands nur noch nach vorne, ein sich ewig weiterentwickelndes Kino. Die Logik dahinter ist keine gebaut auf Authentizität oder Künstlichkeit. Genauso wenig wie auf Naturalismus oder Ästhetizismus. Malicks Kino faltet sich in jene Richtung aus in welche es ein Gefühl erspäht. Ein Gefühl das sich oft genauso wahr wie falsch anfühlen mag. Willkür sagen die bösen Zungen. Genie predigen die Schafe. Wie ein Block von Bildern gestapelt auf einen anderen, und in jedem haust ein Geheimnis wertvoller als das nächste. Einem Malick Film beizuwohnen ist nicht mehr einfach so ein visuelles Erlebnis oder ein holistisches (obwohl es das natürlich auch sein kann). Es ist ein Fragen nach den Fragen wenn der Anspruch überhand nimmt, ein Forschen nach unbenannten aber allzu bekannten Gefühlen wenn das Herz erwacht und ein Suchen nach dem ewig sichtbaren aber allzeit verborgenen Licht wenn die Seele sich angesprochen fühlt. Ein sinnloses Unterfangen. Uns Menschen würdig.