("Flowers of Shanghai"- Hou Hsiao-hsien/ "Exiled" - Johnnie To)
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Samstag, 28. Dezember 2013
Samstag, 7. Dezember 2013
Montag, 26. August 2013
Big Heat (Johnnie To, Tsui Hark, Yeung Wah, 1988)
"The hostage asked me why I shot him. I told him the gun misfired. He says he'll sue. These guns are supplied by the UK. Go sue the England."
OT - Seng fat dak ging
Regie - Johnnie To, Tsui Hark, Yeung Wah
Drehbuch - Gordon Chan
Kamera - Chik Kim-Kit
Erscheinungsjahr - 1988
Laufzeit - 98 Minuten
Während man die Einflüsse des jungen Johnnie To hier vor allem in mehr konzeptuellen Methoden und Ideen der Inszenierung wiederfindet, sowie in einem gewissen Sinn für ein etwas melancholisches Darstellen einiger psychologischen Spielereien mit dem Hauptcharakter und seinen Defiziten, entsteht durch die sehr explikative und übertriebenen Gewaltdarstellungen seines Co-Regisseurs eine sehr fühlbare Unausgeglichenheit. Denn obwohl Gewalt in Tos Filmen häufig ein Element ist, verkommt sie nie zu einem Mittel der Befriedigung oder Ausschlachtung abwertender Emotionen. Sie mag zwar meistens stilisiert sein, doch ist sie immer an eine tragische Spannweite, Verzweiflung oder Verlorenheit gekoppelt welche die schwere des Todes nie außer acht lässt (bestes Beispiel sei da sein letzter Film Drug War). Deshalb wirkt der Film in seiner Glorifizierung der drastischen Gewalt oft unpassend inmitten den von To gezeigten Elementen. Wenn man sich jedoch aus diesem Blickwinkel (gerichtet auf To, und wie der Film in seinem größeren künstlerischen Kontext funktioniert) etwas befreien kann, etwas das bei der Gewaltdarstellung nicht unbedingt sein muss, funktioniert der Film aber sehr gut als Teil des Heroic Bloodshed Genres. Wodurch vor allem durch das blut-durchtränkte Ende etwas Sinn für Fatalismus aufkommt und die Gewalt einigermaßen erträglicher macht da sie in einen tragbareren Kontext gerückt wird. Die Geschehen mündet somit nämlich eher in einer Geschichte über Verlierer, anstatt in eine über Gewinner.
Sonntag, 25. August 2013
Breaking News (Johnnie To, 2004)
"I have a bad stomache."
OT - Dai si gin
Regie - Johnnie To
Drehbuch - Hing-Ka Chan, Yip Tin-Shing
Kamera - Cheng Siu Keung
Erscheinungsjahr - 2004
Laufzeit - 90 Minuten
Breaking News. Schwarzes Bild. Dann:
Die Kamera sieht in die Luft, nur blauer Himmel und die oberen drittel vereinzelter Hochhäuser sind zu sehen. In einer Bewegung schweift die Kamera nun langsam ihren Blick nach unten, um uns den räumlichen Überblick über eine kleine Seitengasse zu liefern. Ihr Sitz ist aber immer noch erhöht, fast auf einer Höhe mit den Häuser die sie umgibt. Langsam bahnt sich die Kamera ihren Weg hinunter in die Seitengasse und fängt in ihrer Mitte eine Person ein welcher sie, nun mit allen drei Beinen auf dem Boden, folgt. Sie beobachtet diese männliche Person von hinten wie sie in einen Hauseingang verschwindet. Mit immer noch wackerem Interesse fliegt die Kamera nun einfach wieder in die Lüfte, an der Hauswand nach oben, um an einem offenen Fenster im zweiten Stock ein Zimmer zu entdecken in welchem unser unbekannte Mann von vier anderen Männern empfangen wird. Sie reden, doch was sie sagen ist nicht von großem Interesse, irgendjemand soll angeblich ein Auto vorfahren und ganz suspekt scheinen sie auch nicht zu sein. Die Männer machen sich fertig und verlassen langsam das Zimmer, einer jedoch geh noch einmal an das geöffnete Fenster vor dem noch immer unsere Kamera verweilt. Seinem Blicke nach draußen folgend, schwenkt die Kamera nun rechts hinunter und sieht auf einmal wie eine Zeitung, welche auf einem kleinen Dach unterhalb des Hauses liegt, vom Wind weiter nach rechts geblasen wird und genau auf der Windschutzscheibe eines Autos landet. Die Kamera ist nun wieder auf dem Boden und fährt langsam an das Auto heran welches da unten parkt. Der Fahrer nimmt die Zeitung von seiner Scheibe und redet mit seinem Beifahrer, irgendwas wird gesagt. Der Beifahrer fragt beiläufig ob die Nachrichten denn schon wieder Zeitverschwendung sein wird. Der Fahrer antwortet leichtfüßig das sie wissen würden was denn heute passiert wenn es die Zeitung von morgen wäre. Wieso er das sagt ist nicht genau klar, das er etwas vorhat, auf etwas oder jemanden wartet (könnten es die suspekten Personen in dem Haus sein?) ist aber deutlich.
Die Kamera sieht in die Luft, nur blauer Himmel und die oberen drittel vereinzelter Hochhäuser sind zu sehen. In einer Bewegung schweift die Kamera nun langsam ihren Blick nach unten, um uns den räumlichen Überblick über eine kleine Seitengasse zu liefern. Ihr Sitz ist aber immer noch erhöht, fast auf einer Höhe mit den Häuser die sie umgibt. Langsam bahnt sich die Kamera ihren Weg hinunter in die Seitengasse und fängt in ihrer Mitte eine Person ein welcher sie, nun mit allen drei Beinen auf dem Boden, folgt. Sie beobachtet diese männliche Person von hinten wie sie in einen Hauseingang verschwindet. Mit immer noch wackerem Interesse fliegt die Kamera nun einfach wieder in die Lüfte, an der Hauswand nach oben, um an einem offenen Fenster im zweiten Stock ein Zimmer zu entdecken in welchem unser unbekannte Mann von vier anderen Männern empfangen wird. Sie reden, doch was sie sagen ist nicht von großem Interesse, irgendjemand soll angeblich ein Auto vorfahren und ganz suspekt scheinen sie auch nicht zu sein. Die Männer machen sich fertig und verlassen langsam das Zimmer, einer jedoch geh noch einmal an das geöffnete Fenster vor dem noch immer unsere Kamera verweilt. Seinem Blicke nach draußen folgend, schwenkt die Kamera nun rechts hinunter und sieht auf einmal wie eine Zeitung, welche auf einem kleinen Dach unterhalb des Hauses liegt, vom Wind weiter nach rechts geblasen wird und genau auf der Windschutzscheibe eines Autos landet. Die Kamera ist nun wieder auf dem Boden und fährt langsam an das Auto heran welches da unten parkt. Der Fahrer nimmt die Zeitung von seiner Scheibe und redet mit seinem Beifahrer, irgendwas wird gesagt. Der Beifahrer fragt beiläufig ob die Nachrichten denn schon wieder Zeitverschwendung sein wird. Der Fahrer antwortet leichtfüßig das sie wissen würden was denn heute passiert wenn es die Zeitung von morgen wäre. Wieso er das sagt ist nicht genau klar, das er etwas vorhat, auf etwas oder jemanden wartet (könnten es die suspekten Personen in dem Haus sein?) ist aber deutlich.
Dies sind nur die ersten knapp zwei Minuten der insgesamt sieben minütigen Eröffnungseinstellung-/szene von Johnnie Tos Breaking News. In einer einzigen ungeschnittenen Einstellung schafft es To die Kamera vom Himmel herunter zu holen, auf dem Boden herumfahren zu lassen, wieder in den Himmel zu schicken, erneut nach unten schweifen zu lassen nur um dort all mögliche Geschehnisse einzufangen für dessen Entstehung es normaler Weiße die Magie der Montage benötigt. Was die Kamera hier aus technischer Sicht leistet ist in der gesamten Filmgeschichte vielleicht nur noch mit der berühmten Beerdigungsszene aus "I Am Kuba" zu vergleichen. Doch auch formal schaff er es mit seiner einzigartigen Bildsprache diese technische Kompetenz so zu benutzen, um mit einfachsten Gesten und Bewegungsabläufen der Kamera intuitiv inhaltliche sowie charakterbildende Gegebenheiten (Wer ist sind die guten, wer die bösen und was sind ihre groben Charakterzüge) einzuführen. Das alles mitsamt einer ständigen und langsam aufbauenden räumlichen Kohärenz die aus dieser kleinen Gasse, welche sich binnen weniger Sekunden in ein Kriegsgebiet verwandelt, eine geschlossene Einheit schafft. Ein Meisterwerk der Filmkunst. Wie der Rest des Filmes, dessen Medien-Satire sich mit mehrmaligen sehen viel besser in ein sonst so pures visuelles Vergnügen eingliedert. So geht es in Breaking News nämlich nur auf einer Ebene um diese Medien, der Rest ist ein grandioses Spiel mit Räumen (anfangs offen, nur begrenzt durch die transparenten Räume der urbanen Umgebung, dann durch den Wechsel ins Hochhaus eingeengt durch tatsächliche Räume - Treppenhäuser und Gänge). Ein Ausnahmefilm des modernen Kinos und trotzdem "nur" der 12. beste Film des Johnnie To. Da kann einem schon mal schwindlig werden.
Samstag, 24. August 2013
The Enigmatic Case (Johnnie To, 1980)
"I ain't human, but I ain't dead."
OT - Bik seoi hon saan dyut meng gam
Regie - Johnnie To und Yeung-Wah Kam
Drehbuch - Zhu Yan
Erscheinungsjahr - 1980
Laufzeit - 91 Minuten
Die Früh-Phase des Kinos von Johnnie To verschwindet meistens unweigerlich neben seiner, von neuer Kreativität und Freiheit geprägten, Ära die mit der Gründung seines Milkyway Produktionsstudio begann und bis heute stark anhält. Verwunderlich ist dies nicht, da die Höhen welche der Hong-Kong Meister mit jedem weiteren Film heutzutage durchbricht auch durchaus von anderer Qualitativen Güte sind wie seine Anfänglichen Gehversuche, doch ist es durchaus eine enorm interessante und erleuchtende Tätigkeit/Vergnügen, sich näher mit eben jenen auseinanderzusetzen. Sein Debüt stellt da keine Ausnahme dar. Schon durch das wild-suggestsive Intro wird anfangs klar das man es hier nicht einfach nur mit einem Martial-Arts Film zu tun hat, man wird eher an japanische Exploitation-filme der 70er erinnert (und in späteren Momenten auch an Italo-Western) wenn man sich die Musik sowie die Raum-verzerrenden Schnittmuster ansieht. Sich in eine einfache Genreklassifikation zu drängen war To wohl damals schon zu einfach. Dies wird speziell ersichtlich wenn der Film sich gen Ende endlich öffnet im Bezug auf sein Inhaltliches Leitmuster, und uns zeigt was die Motivationen unseres eigentlichen Antagonisten sind. Hier regiert nicht etwa Rache, Hass oder blinde Ehre, sondern ausgerechnet Nächstenliebe und soziales Engagement. Eine bedeutende Information im Film, die selbst unseren Helden zum innehalten anregt, welche vom körperlich schwächsten Charakter (einer Frau) benutzt wird um die zwei Personen zu beschützen die sie am meisten liebt, welche drauf und dran waren sich gegenseitig zu töten. Eine unglaublich warmherzige Aktion, die zwar leider doch fatalistische Endresultate mit sich zieht, in ihrer Aufrichtigkeit bezüglich festgefahrener Geschlechterrollen im Genrefilm aber durchaus positiv zu bewerten ist. Auch stilistisch weißt der junge To bedeutende Akzente auf die man bis in seine jetzige Schaffensphase mitverfolgen kann. Ganz besonders hervorzuheben seien hierbei die letzten beiden Kampfszenen, welche durch ihren innovativen sowie tragisch konnotierten Zeitlupeneinsatz, den expressiven Licht/Schattenspielereien oder klaren Raumdarstellungen deutlich aufzeigen, das man hier einen jungen Mann vor sich hat dessen Zukunft mehr als nur vielversprechend seien könnte.
Freitag, 5. Juli 2013
Drug War (Johnnie To, 2012)
"I will help you to live."
OT - Du zhan
Regie - Johnnie To
Drehbuch - Wai Ka Fai, Yau Nai Hoi, Ryker Chan, Yu Xi
Kamera - Cheng Siu Keung
Erscheinungsjahr - 2012
Laufzeit - 107 Minuten
In vergleichsweise düsterer Tonart als in all seinen vorherigen Filmen, schreitet To mit seinem ersten wirklichen Genrefilm (jedenfalls für das welches er bekannt ist) in ein neues Jahrzehnt, ja gar in ein neues Land und stellt in der selben Bewegung so manch gewohnte Elemente des Genres auf den Kopf um dessen Grenzen einzufangen. Was Drug War ist, das bleibt das Bild. Doch wo man in vorherigen Filmen noch deutlich Sympathien haben durfte in der Darstellung seiner Gegenüberstellung zwei sich gegen setzenden Kräfte, so hat man hier nichts mehr zum festhalten. Weder Freund noch Feind darf sich in seinen Transgressionen sicher wägen und auf die Stilisierung seiner Taten hoffen, welche die eigentlich unmissverständliche Brachialgewalt (sei es nun die der Polizei oder die der Drogenhändler) einfach einer Zuschauerfreundlichen Revision der Tatsachen unterzieht. Ob Gut oder Böse, Freund oder Feind. Hier gibt es keine Erlösung. Dabei ist die Konsequenz dieser Durchführung der gravierendste unterschied zu anderen Filmen im Genre. To orchestriert hier einen Film voller klarer Linien und Formen, voller Versprechen und zugesagter Hilfe sowie der Flucht vor dem Tod und den eigenen Taten. Doch wenn all dies einen Riss bekommt. Wenn sich die Aussicht auf ein sicheres Ende in eine Einsicht verwandelt, die das optimale Entkommen nicht mehr versichern kann. Dann ziehen sich die zahlreichen Schichten des Menschen ab, ob Familie, Freunde, Menschlichkeit oder Logik. Und alles was bleibt ist der ureigene Sinn zum Überleben. Doch selbst hier lässt To keinen Raum für Romantisierung. Bei ihm wird dieser ureigene Sinn zur alles umschlingenden Gier und mündet in einer der trostlosesten Enden der jungen Filmgeschichte. Der Verlierer ist dabei der Zuschauer, denn nach so viel Leid und Tod gibt es hier keine Befreiung der angestauten Emotionen. Die letztendliche Bestrafung des Menschen der so viel Grauen angerichtet hat verkommt zu dem simplen Akt des drücken eines Knopfes.
Ein Leben endet, der Atem schwindet. Blende ins Schwarze. Drug War. Johnnie To. Verbrannte Erde...Samstag, 22. Juni 2013
Mittwoch, 9. Januar 2013
Vengeance (Johnnie To, 2009)
"What is Vengeance?"
OT - Fuk sau
Regie - Johnnie To
Drehbuch - Wai Ka-Fai
Kamera - Cheng Siu-keung, Hung Mo To
Erscheinungsjahr - 2009
Laufzeit - 108 Minuten
Eine unglaublich clever ausgearbeitete Neuinterpretation alter Genrekonventionen die die feine Linie auf welcher die Moral dieser Filme steht ins Leere laufen lässt. To's Rache ist keine wirkliche Katharsis für unseren Helden, er nimmt ihm nach der Hälfe des Filmes die Grundlage dazu und lässt die Erinnerungen an all die Gefühle welche nach Blut dürsten hilflos (zusammen mit dem Gimmick welches ihm helfen sollte) im Regen schmelzen. Das Ende des Films ist dann nicht mehr wirklich eine Suche nach dem eigentlichen Strippenzieher sondern nach visuellen Hinweisen welche ihn als diesen Kennzeichen, denn die Gefühle für das was er angerichtet hat sind schon längst verschwunden, unser Held sieht sie nur noch als Spuren in der Trauer von anderen. Die Kritik gegenüber dem Film und seiner augenscheinlichen Banalität kann zwar tolerieren, den dies wurde schon oft über To's Filme gesagt, verstehen tue ich sie aber nicht. Denn was To hier auf inhaltlicher Ebene ausarbeitet und durch seine formelle Intelligenz ununterbrochen unterstützt ist in seiner Konstanz zwar sehr drauf ausgelegt das man es versteht Informationen in den Gesten der Personen oder durch visuelle Akzente zu erkennen, doch ist dies nun mal auch in vielerlei Hinsicht (na gut, jedenfalls für mich) Kino. Von den Actionszenen will ich aber gar nicht sprechen, die entziehen sich aufgrund ihrer poetische Zerbrechlichkeit jeglichen Formulierungsversuchen. Das ist wie üblich ein räumliches Bildverständnis wie es im modernen Kino kaum ein Zweiter hat.
Montag, 10. Dezember 2012
Essen und Telefonieren in Johnnie To's Election
Da ich ohne Bilder nicht wirklich etwas über Johnnie To schreiben kann hier mal mein Versuch meine Gedanken über sein Handwerk nach dem gestrigen erneuten sehen seines Filmes "Election" an drei kleinen Beispielen zu erklären. Ergänzungen sind gerne erwünscht.
Erste Essensszene
Der Film Beginnt direkt nach dem Vorspan mit einer Essensszene.
In langsamen Schwenks und unsichtbaren Schnitten teilt To die Diskussion um den Tisch herum in die jeweiligen Köpfe auf.
Erst mit dem Eintreten der Polizei gibt er uns das Bild welches uns eine Orientierung in dem Raum möglich macht. Er arbeitet sich hier also vom undurchsichtigen zum durchsichtigen vor.
Zweite Essensszene
Ganz anders verläuft es nun in der zweiten Essensszene in dem Film.
To verschafft uns nun gleich zu Beginn eine räumliche Orientierung für die Szene.
Doch fängt er nun gleich zu Beginn an in dem Überblick den er uns Anfangs gegeben hat einzelne Gruppen voneinander abzutrennen.
Er zieht mit seinem Schnitt nun also eine klare Linie zwischen den Personen am rechten und am linken Tisch, und positioniert sie so parallel zu den gegensätzlichen Meinungen welche sie vertreten.
Die Diskussion ist aber längst nicht vorbei. To zieht sich jetzt noch enger in die Tische und Personen hinein. Die Kamera schwenkt langsam um und in der Diskussion umher und ist jetzt wieder bei der fragmentarischen und aufgespaltenen Methode der ersten Szene angelangt. Dieser recht rückläufige Vorgehensweise nutzt To also nun hier um die Unsicherheit und Unentschlossenheit vieler Charaktere bezüglich der zu treffenden Endscheidung darzustellen.
Die einzige Konstante in dieser Szene ist von Anfang an die Person in der Mitte welche durch ihre Positionierung von To eine neutrale Position in dem hitzigen Wortgefecht zugewiesen bekommen hat
Der leicht dickliche Mann lädt, bevor die Diskussion eskaliert, zum Tee trinken ein. To lässt nun die zuvor herrschende unsortierte Struktur im Bilde fallen und versammelt alle Personen in der Mitte um die Konstante in der Szene. Er signalisiert uns so eine höhere und vereinnahmende Autorität in diesem zusammenkommen der Körper um den einen Mann und nimmt so durch diese visuelle Information vorweg was danach passieren wird. Der dickliche Mann erläutert seine Ansicht zu dem Diskussionsthema und trägt so maßgeblich zu der Endscheidung bei welche danach getroffen wird.
Telefonszene
Zum Abschluss nur ein kurzer Exkurs in diese Telefonszene des Films
To verlinkt in ihr die zwei gegensätzlichen Pole im Film durch ein Telefon Gespräch in recht interessanter Art und Weise. Das obere Bild zeigt den geordneten und das untere den anarchistischen Charakter des Filmes. Beide in einer für sich exemplarischen Umgebung dessen Aufteilung perfekt den weiteren Verlauf des Filmes darstellt. Der eine in Umgebung von zukünftigen Verbündeten, der andere als Silhouette allein in seiner chaotischen Destruktivität.
Ich hör jetzt aber mal auf mit meinem Gelaber, mehr fällt mir da leider auch nicht ein. Diese paar Beispiele zeigen aber einigermaßen deutlich (hoffe ich mal) wie fokussiert To es schafft visuell Inforationen bezüglich der Geschichte, dessen Beteiligten sowie dessen Platz in ihrer Gesellschaft und Umgebung dem Zuschauer näher zu bringen, dabei aber weitestgehend unsichtbar zu bleiben.
Labels:
21th Century Cinema,
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