Samstag, 22. Juni 2013
Dienstag, 18. Juni 2013
Stoker (Park Chan-wook, 2013)
"We don’t need to be friends. We’re family."
Regie - Park Chan-wook
Drehbuch - Wentworth Miller
Kamera - Chung-hoon Chung
Erscheinungsjahr - 2013
Laufzeit - 99 Minuten
Wahrscheinlich Park Chan Wooks komplettester Film. Anders als in seinen vorherigen Filmen findet er hier in Stoker für sein formaler Anspruch das erste mal wirklich einen inhaltlichen Gegenspieler welcher mit ihm auf einer Ebene interagieren kann. Das Kino des Park Chan Wooks war nämlich nie eines der Sensibilitäten oder gar der subtilen Ausdrucksformen. Bei ihm ist jedes Bild, jeder Szeneübergang, jede Farbe sowie jede visuelle Metaphorik einer stilistischen Überzeugung untergeordnet die für Ambiguität wenig am Hut hat. Bei ihm geht es mit der Tür immer sofort ins Haus und am besten ohne Umwege gleich in die Unterwäsche des Gastes. Ein ständiger formaler Frontalaufprall der sich aus seinen Intentionen keinen Hehl macht. Elegant, keine frage aber eben auch sehr vulgär. Dies brachte seine Film bis jetzt nach einer Weile für mich immer etwas zu Fall, da seine inhaltlichen Muster bis dato immer von starker Ernsthaftigkeit geprägt waren, welche für meine Empfindungen dann irgendwann nicht mehr gut mit seiner so bevorzugten Ausdrucksform koexistieren konnte. Form und Inhalt gingen in verschiedene Richtungen und wusste noch nicht einmal davon. Stoker dagegen bietet da nun aber das perfekte Spannungsfeld für seine Bilder, da der generelle Ton des Filmes nun auch von genau der selben Affektiertheit durchzogen wird. Hier passt es einfach wenn das Bild eines Eies, welches unter einem ausgestopften Huhn liegt, sich in das Auge unserer (noch nicht "geschlüpften") Protagonistin verwandelt. Genauso wie es passt wenn sie sich dann komplett beschmutzt (äußerlich und innerlich) in ihr klinisch weißes Bad begibt um sich zu säubern, nur um sich dann endlich ihrer sexuellen Fantasie hinzugeben da die gewalttätige soeben ja auch schon entjungfert worden sind. Ein Film mehr über das Entstehen als das Zerstören. Über das Vervollständigen (eines jungen Mädchens und eines Regisseurs). Ein doch sehr toller Film.
Samstag, 1. Juni 2013
Sonntag, 12. Mai 2013
Donnerstag, 9. Mai 2013
Kino ist ... #2
Kino als Austausch von Blicken. In Kommunikation mit einer Realität erloren in der Vergangenheit. Ein Moment verloren zwischen Raum und Zeit. Ein Blick ins Nichts auf der einen Seite. Ein Blick ins endlose auf der anderen. Sie können keine lebenden Organismen über diese Brücke der verkürzten Zeit schicken, heißt es im Film, da alles nur tot auf der anderen Seite ankommen würde. Nur Bilder und Töne schaffen diese Reise, ihr Leben verlieren aber auch sie. Alles was wir auf der anderen Seite zu sehen bekommen ist eine Kopie, eine Repräsentation einer Gegenwart dessen Leben mit ihrer Aufnahme verschwand. Ein toter Moment dessen Beschaffenheit uns aber nicht daran hindert ihn zu Lieben/mit ihm zu fühlen. Kino.
Tony Scott. Deja Vu.
Tony Scott. Deja Vu.
Dienstag, 7. Mai 2013
Kino ist ....
Kino so expressiv das allein der Appell einer Mutter, an den Kidnapper ihrer Tochter, die Untertitel zum zerbersten bringt.
Tony Scott. Man on Fire.
Tony Scott. Man on Fire.
Labels:
Film in Bildern,
Kino ist...,
Tony Scott,
USA
Montag, 6. Mai 2013
Universal Soldier: Day of Reckoning (John Hyams, 2012)
"Daddy, there's monsters in the house."
Regie - John Hyams
Drehbuch - Jon Greenhalgh, John Hyams, Doug Magnuson
Kamera - Yaron Levy
Erscheinungsjahr - 2012
Laufzeit - 114 Minuten
Es heißt der Mensch erfährt das erste mal die gleichgültige Beschaffenheit des Leben wenn er sich schreiend, tretend und mit Blut umhüllt aus der in erschaffenden Wärme heraus ans Licht kämpfen muss. Warum er diesen Leidensweg vor sich nimmt weiß er nicht, da wissen noch keine Fähigkeit ist die ihm inne wohnt. Dies ist die erste Erinnerung die für immer im untersten Unterbewusstsein unter Schichten von Farben, Formen, Gedanken, Gefühlen, Meinungen und anderen nicht versprachlichten Dingen verborgen bleibt. Die Ur-Erinnerung, alles da vor ist nur Unendlichkeit und Wärme, hat aber keinen Bezug zum Leben. Und so lebt man und wächst man und überdeckt diese Erinnerung mit zahllosen Schichten und kognitiven Prozessen um die Realität den eigenen Ansprüchen anzupassen. Denn ist es ja nicht das schreien und bluten und treten das uns letztendlich zu Menschen macht, sondern die Erinnerungen die wir uns von der Welt und den Leuten/Dingen in ihr behalten und an welchen wir festhalten, da die damit verbundenen Emotionen uns zu dem machen was wir sind und seien werden. Endlich wieder unendlich und warm. Der kleinste gemeinsamem Nenner der Realität wie sie ist und wie wir sie das erste mal erfahren haben bleibt uns allen aber trotzdem erhalten. Für immer. Für alle. Treten. Schreien. Bluten. Anfang/Ende.
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